Schulchronik

Unsere Schule, die GGS Wimmersweg, ist 34 Jahre alt. Die erste Schule am Ort, von der wir wissen, wurde bereits 1631 für 95 Gulden errichtet. Sie war bis 1868 die einzige Schule hier. Über das Schulleben jener Zeit berichtet die Chronik unserer Nachbarschule, der GGS Kölner Straße.

1851
Hervorgegangen ist unsere heutige Schule aus der „Marienschule“, wie sie die Fischelner noch immer nennen, einem Gebäude am Marienplatz, das 1851 für immerhin 12 799 Mark erbaut und 1852 mit zunächst zwei Klassen bezogen wurde und in dem auch der Lehrer wohnte.
Der Name „Marienschule“ leitet sich von der Mariensäule ab, die 1855 auf dem „Begräbnisplatz“ (jetzt Marienplatz), der neuen Schule gegenüber, aufgestellt wurde.
1915chronik2wurde ebenfalls am Marienplatz der Bau errichtet, der heute unser Nebengebäude ist und zur Zeit umgebaut wird. Er umfasste sechs Klassenräume und eine Schulküche. Eine solche wird es nach Abschluss der Umbauarbeiten in wenigen Wochen dort wieder geben. Gekocht wird dann für die Kinder, die den Offenen Ganztag (OGS) besuchen.1944konnte infolge zunehmender Bombenangriffe kein geordneter Unterricht mehr stattfinden. In der Nähe wohnende Kinder wurden, so gut und schlecht es eben ging, in dem neben der Schule liegenden Bunker, schulisch betreut.
Im Sommer 1945 konnte der Schulbetrieb wieder aufgenommen werden. Es gab kaum Bücher und Schulmaterial.
1973wurde der notwendige Neubau am Wimmersweg fertig. Immerhin saßen zuletzt 450 Kinder in den wenigen Klassenräumen der Gebäude am Marienplatz. Hierzu sollten 150 Schulanfänger kommen.

Der erste Schultag am Wimmersweg begann mit Schulfrei, einem Verkehrschaos und erheblichem Ärger. Alle 600 (!) Kinder hatten sich auf dem Pausenhof am Marienplatz versammelt. Die Erstklässler sollten weiterhin im dortigen Schulhaus, dem Altbau, unterrichtet werden. Eine Praxis, die bis 2003 beibehalten wurde.

Am Wimmersweg angekommen, stellten die anderen fest, Unterricht konnte es noch nicht geben. Die Generalreinigung des Neubaus war nicht abgeschlossen. So wurde ihnen nur mitgeteilt, wo sich ihre Klasse künftig befindet, sie dann entlassen. Auf dem Wimmersweg und in der Umgebung warteten – man schätzt auf Hunderte – Eltern in ihren Autos. Baustellenfahrzeuge mischten sich dazwischen. Das Chaos war da. Einen Bürgersteig und ausreichende Beschilderung gab es noch nicht. Der Schulalltag normalisierte sich dann doch rasch.

1975Zwei Jahre später erhielt der Schulhof, genauer das größere Atrium, eine drehbare, dreifarbige Plastik. Entworfen hatte sie Professor Albrecht von der Fachhochschule Krefeld.
Das Thema des 3,16 Meter hohen Kunstwerkes ist eine Anordnung aus sechs Profilen, von denen vier als reale Kanten und zwei als Farbgrenzen geformt sind. Die Profile – so Professor Albrecht – sind von den Hauptphasen der Bewegung eines schreitenden Beines abgeleitet. 2007 wurde das Kunstwerk im Zuge der Umgestaltung des Atriums zu einem Offenen Klassenzimmer zunächst entfernt. Die Plastik wird aber einen anderen Platz auf dem Schulgelände erhalten.1976bekam die GGS Wimmersweg endlich die lange gewünschte Turnhalle. Damit entfiel der Sportunterricht am Nachmittag.2003– die Schülerzahl hatte sich um mehr als die Hälfte verringert – wurden erstmals alle Klassen (von eins bis vier) im Hauptgebäude am Wimmersweg unterrichtet. Organisatorisch bedeutete das eine erhebliche Entlastung.2006eröffnete die Schule ihre Schülerbücherei im vormals vom angegliederten Schulkindergarten genutzten Trakt mit einer Autorenlesung.
Momentan ruht der Büchereibetrieb, da die OGS vorübergehend hier untergebracht ist. Nach Abschluss der Umbauarbeiten im alten Schulhaus am Marienlatz – nach den Herbstferien soll es soweit sein – ziehen die OGS- Kinder um und finden dann eine eigene Küche, Mensa, Räume für die Hausaufgaben, Entspannungsraum und Räume für Werken und Tanz vor.
   

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